Der Schaden entsteht nicht sichtbar.
Es gibt keinen einzelnen Moment, in dem die Komplexität zuschlägt.
Es ist ein schleichender Prozess, der über Jahre gewachsen ist.
Bei den meisten Mittelständlern machen 20 bis 30% der Produkte rund 80% des Deckungsbeitrags. Die unteren 40 bis 50% des Portfolios tragen oft negativ bei, wenn man die Komplexitätskosten ehrlich zurechnet.
Ein konkretes Beispiel: Ein Auftrag über 3.000 Euro, der drei Sonderteile braucht, zweimal durch die Arbeitsvorbereitung geht und eine eigene Zeichnung erfordert, kostet intern ein Vielfaches dessen, was er einbringt. Aber das sieht in der Kalkulation niemand, weil der Aufwand in den Gemeinkosten verschwindet.
Studien zeigen: Mit jeder Verdoppelung der aktiven Variantenanzahl steigen die Prozesskosten überproportional, typischerweise um 20 bis 35%. Nicht weil einzelne Varianten teuer sind. Sondern weil Komplexität in Disposition, Planung, Beschaffung und Qualitätssicherung exponentiell wirkt.
Und genau damit verlieren Sie die Aufträge, die Ihr Geschäft eigentlich tragen.